Michaels Reisetagebuch - Michael Schubert berichtet in seinem Erfahrungsbericht über schwere Missstände in Graz/Österreich

Eine kleine Mail-Auswahl (2.)

Inhalt:
I. Ankunft in Graz
II. Erste Schikanen der Grazer Behörden
III. Drohende Eskalation
IV. Erschreckende Erlebnisse in der »Sigmund Freund«-Klinik
V. Wer ist der dicke Mann?
VI. Neuer Suizidversuch
VII. Vertuschung und Abstrafung
VIII. Richtung Winter
IX. Mangelndes Vertrauen

Bilder meiner Wohnung
Schauerliches aus der österreichischen Presse
Vergleich Österreich vs. Irland
Stimmen der Leser     Häufig gestellte Fragen
E-Mails an Politiker, Medien & Hilfsorganisationen (diese Seite ist aufgerufen) 1-2-3

Hier nur eine ganz kleine Auswahl von E-Mails, die ich von Medien, Juristen oder Hilfsorganisationen erhalten habe. Es ist immer derselbe Tenor: Wir können nicht helfen, wende dich bitte an X oder Y. Egal, wen ich auch angeschrieben habe: Jeder hat eine andere Entschuldigung, um nur nicht helfen zu müssen. Und so geht das seit August 2005 und zermürbt den hilfesuchenden Menschen vollkommen und treibt ihn früher oder später in den Suizid.


TV-Sender Pro7:
»Zur Zeit haben wir viele Sachen am laufen, daher muss ich leider absagen«


Nach einem 45-minütigen Telefonat


Abgeordnete Monika Brüning, MdB
»Wir haben Ihre Anfrage sorgfältig geprüft«


Völlig fassungslos machte mich die folgende E-Mail vom 17. April 2008: Die Abgeordnete Monika Brüning, hier vertreten durch ihre Sekretärin Michaela Liebisch, weiß von einer negativen Entscheidung des Petititionsausschusses - bevor sie mir mitgeteilt wurde. Ich fragte immer wieder nach und bekam nie eine Antwort und bekam jetzt die Mitteilung -zwischen Tür und Angel- von einer Dritten mitgeteilt. Und bei all diesen Hiobsbotschaften stehe ich ohne supportive Unterstützung da; muss sehen wie ich damit klar komme.

Büro Monika Brüning: Wir haben Ihre Anfrage sorgfältig geprüft. Die Wahrheit: Wir haben Ihre Anfrage gar nicht geprüft!


Nach einer schlaflosen Nacht mit Unruhe, Übelkeit und Erbrechen erhielt ich am nächsten Tag eine weitere E-Mail aus dem Büro Brüning: Die so wörtlich sorgfältig geprüfte Anfrage war falsch beantwortet:

War alles nur ein Aprilscherz: Die gestrige Mail aus dem Büro von Monika Brüning war falsch - der Petitionsausschuss entscheidet erst nächste Woche

Fast einen Monat hat Monika Brünings Büro für die angeblich so 'sorgfältig geprüfte' Anfrage gebraucht - doch die mir gegebene Auskunft stellte sich als falsch heraus

Fast einen Monat hat Monika Brünings Büro für die angeblich so sorgfältig geprüfte Anfrage gebraucht: Der Petitionsausschuss hat in meinem Fall doch noch keine Entscheidung getroffen. Ich bin nur noch sprachlos. Andere hätten sich nach dieser Falschmeldung vielleicht etwas angetan. Prüft diese Mails mit sensiblem Inhalt niemand, bevor sie versendet werden? Extrem befremdlich: Norbert Aßmus vom Petitionsausschuss habe ich nach Erhalt von Brünings erster Mail gefragt, warum mir nie eine Entscheidung mitgeteilt worden ist. Er hat es nicht für nötig befunden, mir auch nur eine kurze Antwort zu senden, will damit offenbar erreichen, dass ich weiterhin von diesem angeblich negativen Ergebnis ausgehen soll. - Auch die Folgewoche verstrich. Erst am 20. Mai 2008 erhielt ich den Beschluss des Petitionsausschusses: Meine Bitte um Rückkehrhilfe wurde abgeschmettert

TV-Sender ZDF:
»Die von Ihnen gewünschte Unterstützung können wir Ihnen leider nicht geben«


ZDF: »Die von Ihnen gewünschte Unterstützung können wir Ihnen leider nicht geben«

Merkwürdige Antwort! Berichten kann man nicht über die Dinge, die ich seit August 2005 erlebe? Wahrscheinlich dachte das ZDF, ich wolle Geld ...

TV-Magazin »Plusminus« (MDR):
»... und würden uns freuen, Sie auch weiterhin als Zuschauer unserer Plusminus-Sendungen begrüßen zu dürfen.«


Dass ich kein Geld für einen Rechtsanwalt habe, mich aber trotzdem bemüht habe, einen zu finden (in Deutschland und Österreich), hat der (anonyme) Autor des Schreibens überlesen

Dass ich kein Geld für einen Rechtsanwalt habe, mich aber trotzdem intensiv bemüht habe, einen zu finden (in Deutschland und Österreich), hat der (anonyme) Autor des Schreibens überlesen.

Hessischer Rundfunk:
»Wenden Sie sich an einen Ihrer behandelnden Ärzte ...«


Ulrike Hagedorn hat meinen Bericht überhaupt nicht gelesen, sonst hätte sie diese Mail sicher nicht geschrieben
Ulrike Hagedorn hat meinen Bericht überhaupt nicht gelesen, sonst hätte sie diese Mail sicher nicht geschrieben

Keinen Satz meines Berichts hat Ulrike Hagedorn gelesen, sonst hätte sie diese Mail sicher nicht so verfasst. Erwähnt hatte ich die unterlassene Hilfeleistung der Deutschen Botschaft in Wien; die Tatsache, dass ich operiert werden müsse und diese Eingriffe in Österreich nicht durchführen lassen werde.

Ärzte ohne Grenzen, Österreich (lks.) & Deutschland (re.)
»Wir können Ihnen leider keine direkte Hilfe anbieten«


Barbara Luger zeigt Anteilnahme, kann jedoch nicht helfen Matthias Klenk ist besorgt und kann auch nicht helfen

Barbara Luger (lks.) zeigt Anteilnehme, obwohl sie den Bericht gar nicht gelesen haben kann. Um 12:47 Uhr habe ich die E-Mail an sie geschickt; nach weniger als einer halben Stunde kam ihre Antwort um 13:14 Uhr. Sie führt aus, was »Ärzte ohne Grenzen« machen, betont, dass sie keine »direkte Hilfe« anbieten kann und erwähnt stattdessen Grazer Hilfsorganisationen, die ich alle schon um Hilfe gebeten habe. Damit hat sich Luger abgesichert: Geheuchelte Anteilnahme, ein paar Adressen aus dem Internet und schon kann sie sagen, sie habe alles getan, was sie konnte. Matthias Klenk (re.) sieht ganz schwarz: Für Erwachsene sei es ganz schwierig, sogenannte Einzelfallunterstützung zu bekommen; ihm sei keine Organisation bekannt, wo das möglich sei. Sehr aufbauend - aber es tut ihm zumindest leid ...

RA Tatjana Riesenkampff/RA Karl Heinz Neizel, Buchholz/Nordheide:
»Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Sie in dieser Angelegenheit nicht unterstützen werden«


RA Tatjana Riesenkampff aus Buchholz/Nordheide lehnte jegliche Unterstützung ab - ohne eine Begründung zu nennen - Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute!

RA Riesenkampff aus meiner Heimatstadt Buchholz hatte ich um Hilfe gebeten. Sie lehnte ohne weitere Begründung ab. »Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute!« - Den ebenfalls in Buchholz ansässigen Anwalt Karl Heinz Neizel bat ich am 31. März 2008 ebenfalls um Unterstützung. Vor ein paar Jahren hat er mich einmal erfolgreich vertreten.

RA Karl Heinz Neizel aus Buchholz lehnte mit der Begründung ab, mein Fall sei nicht sein Spezialgebiet

Neizel lehnte mit der Begründung ab, mein Fall sei nicht sein Spezialgebiet.

Opferperspektive, Potsdam:
»Ich kann Ihnen lediglich empfehlen, sich an Beratungsstellen in Österreich zu wenden«


Opferperspektive Potsdam antwortete erst nach der zweiten Mail und konnte nicht helfen

Die »Opferperspektive Potsdam« antwortete erst nach der zweiten Mail und konnte auch nicht helfen. Ich könnte es ja mal in Graz probieren ... - All diese hier veröffentlicheten Mails sind nur ein Bruchteil im Vergleich zu all denen, die ich noch erhalten habe. Und wenn man diese Antworten bekommt, ohne wirklich Hilfe anzubieten, versucht man sich früher oder später das Leben zu nehmen. Das ist einfach unerträglich!

Abgeordnete Dagmar Enkelmann, »Die Linke«:
»Wir sehen keine Möglichkeit, Ihnen zu helfen«


Kurz und bündig: Dagmar Enkelmann (Die Linke) lässt durch Bernd Sachse ausrichten, dass man keine Möglichkeit sieht, mir zu helfen

Dagmar Enkelmann gehört zur neuen deutschen Partei »Die Linke«, die der SPD kräftig Konkurrenz macht und das Soziale und Menschliche in den Mittelpunkt stellt.

Hubert Patterer, Chefredakteur der »Kleinen Zeitung«, A-Graz:
Schauen Sie nicht weg, Herr Chefredakteur!


Als ich Hubert Patterer am 10. Juni 2008 diesen Brief schickte und ihm eine Mitschuld für das Wegschauen -die Vorkommnisse in der »Sigmund-Freud«-Klinik betreffend- unterstellte, wussten wir beide noch nichts von dem qualvollen Tod eines in der Sigmund Freud-Klinik ans Bett gefesselten Menschen.

Prof. Helga Goggenberger (Patient in Not):
»Für Patienten, die mit dem österreichischen Gesundheitssystem Probleme haben«


Aktion 'Patient in Not': Prof. Helga Goggenberger lehnte es ab auf mein Schreiben zu antwortenAktion 'Patient in Not': Bisher gab es keine Antwort von Prof. Helga Goggenberger

In der Tageszeitung »Kurier« gibt es eine Aktion »Patient in Not«. Menschen, die, so wörtlich »Probleme mit dem österreichischen Gesundheitssystem haben«, können sich an Prof. Helga Goggenberger wenden, was ich mit meiner E-Mail vom 3. Juni 2008 tat. Es gab keine Antwort.

Jutta Katsiros (»Stern«):
... gern nehmen wir Ihr Angebot in unsere Datei auf


Jutta Katsiros (Stern): '... gern nehmen wir Ihr Angebot in unsere Datei auf'

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Menschenverachtende Erfahrungen in Graz