»Schauen Sie hin, Herr Bundespräsident!« ![]() ![]() Nach den monströsen Vorkommnissen von Amstetten (Niederösterreich), wo ein Vater mit seiner Frau 7 Kinder und nochmals 7 Kinder mit seiner Tochter zeugte und einen großen Teil seiner Familie fast 2 1/2 Jahrzehnte in einem Kellerverlies vegetieren ließ, werden Politiker nicht müde, an die Zivilcourage der Bevölkerung zu appellieren: Schaut hin, nicht weg! Bundespräsident Heinz Fischer (übrigens in Graz geboren) weist die massive internationale Kritik an seinem Land zurück: »Der Fall hat nichts abgründig-österreichisches«. Mit meiner E-Mail möchte ich den Bundespräsidenten beim Wort nehmen: Schauen Sie hin, was mir in Ihrem Land angetan worden ist! Alle haben weggeschaut, niemand hat mir geholfen! Schauen Sie bitte hin, Herr Bundespräsident! Nehmen Sie die Kritik der internationalen Medien ernst! Keine zwei Wochen nach dem Zitat des Bundespräsidenten zerhackt ein 39-Jähriger in Wien und Oberösterreich mit einer Axt seine Frau, seine kleine Tochter, seine Eltern und seinen Schwiegervater.
Mit Datum vom 6. Mai 2008 erreichte mich die Antwort aus dem Büro des Bundespräsidenten. Was seine Mitarbeiterin, Frau Brigitte Binder schrieb, ist hier nachzulesen.
![]() Per Einschreiben schickte ich LH Franz Voves am 12. Mai 2008 eine Liste mit 27 Fragen, die in die Prüfung mit einfließen sollen. Keine einzige wurde beantwortet! Zum Lesen hier klicken.
Leserbrief aus der »Presse« vom 3. Mai 2008: Gerade hatten die Fälle Amstetten und Kampusch die österreichische Seele in Schwingung gebracht, da beruhigt schon unser Bundespräsident: »Der Fall hat nichts Abgründig-Österreichisches«. Kann man es sich so leicht machen? Ist nicht dieses allgemeine Wegschauen ein Teil von uns? Das ist es, was Teil der österreichischen Seele ist. Und jedes Verbrechen braucht einen Boden auf dem es gedeihen kann. Schlag nach bei John Steinbeck, »Früchte des Zorns«. Hier bedürfte es klarer Worte einer moralischen Instanz, um uns wachzurütteln. Herr Bundespräsident, Sie haben eine Chance vertan! Es hätte der österreichischen Seele gut getan. (Rupert Derler, Pichl)
|